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Gemeinsam stark für den Ernstfall

Veröffentlicht: 11.08.2026
Autor: Tom Barkow
Beginn des Marsches - Pelikan Göttingen 75/17/1 ...
... gefolgt von Pelikan Northeim 73/58/10 ...
... nachfolgend der Pelikan Göttingen 72/17/2 und Pelikan Göttingen 71/58/1 ...
... und als schließendes Fahrzeug der Pelikan 72/58/1.
Länge des geschlossenes Verbands 240m
Meldekopf des Zugtrupps des DLRG Bezirks Braunschweig
Ankunft an der Jugendbildungsstätte
Ordnung im Raum
Praktische Ausbildung an Stromerzeugern
Dabei kamen unterschiedliche Modelle zum Einsatz, die von jedem ausprobiert wurden
Aufbau unterschiedlicher Beleuchtungskonzepte
Umgang mit verschiedenen Handwerkzeugen
Kurioses Werkzeug hat sich auch darunter befunden !
Zelt Auf- und Abbau
Vorbereitungen für den nächsten Ausbildungstag ...
... und sicher am Steg als Päckchen verstaut.
Gemneinsames morgentliches Frühstück
Nach weiteren Theorieeinheiten ging es dann zur feldmäßigen Verpflegung
Antreten zur Befehlsausgabe für die Einsatzübung
Ausrüsten für die Einsatzübung, was ...
... bei den sommerlichen Temperaturen nicht ganz einfgach war.
Bereitschaft aller Boote herstellen
Die ersten Strömungsretter wurden zur Übungsbrücke gefahren.
Die zweite Gruppe bereitete sich auf die Treibgutsuche ...
... und deren Bergung vor.
Es war nicht immer ganze einfach die nicht ganz handlichen Gegenstände zu bergen.
Da musste man schon etwas kreativ werden, ...
... aber am Ende hat es doch gepasst.
An der Slippstelle angekommen, mussten die Gegenstände entladen und gesichert werden.
Weiteres Treibgut wurde gesichtet und geborgen
Auch das vermisste Tretboot konnte sicher geborgen werden
Verlegung weiterer Strömungsretter zum Einsatzabschnitt
Weiteres Treibgut geborgen
Der Spass darf dabei nicht zu kurz kommen
Als erstes seilten sich alle Strömungsretter direkt ins Wasser ab, gesichert durch ein Rettungsboot
Danach stand das Abseilen auf das Boot auf dem Plan
Zum Übungsende galt es die Boote zu slippen, ...
... und die Einsatzbereitschaft wieder herzustellen
Nach der Abschlussbesprechung und Verleihung der Urkunden
Herstellen der Marschordnung für den Rückmarsch
Technischer Halt an der Autobahn
Abschlussbild der einzelnen Einheiten

Wasserrettungsgruppe des Landkreises Göttingen und Strömungsretter aus Northeim trainieren gemeinsam

Vier Ortsgruppen, ein gemeinsames Ziel und ein Wochenende voller Ausbildung, Einsatzübungen und Teamwork: Vom 08. bis 09. August 2026 absolvierte die Wasserrettungsgruppe des Landkreises Göttingen ein intensives Ausbildungswochenende zur Helfergrundausbildung in der Jugendbildungsstätte Üfingen des DLRG Bezirks Braunschweig.

Im geschlossenen Verband auf Ausbildungsmarsch

Pünktlich um 07:20 Uhr setzte sich am Samstag erstmals ein geschlossener Marschverband vom Bereitstellungsraum in Gittelde in Bewegung. Mit dabei waren Einsatzkräfte der DLRG Ortsgruppe Adelebsen-Dransfeld, des DLRG-Ortsvereins Eichsfeld, der DLRG Ortsgruppe Northeim und der DLRG Ortsgruppe Westharz.

Bereits die gemeinsame Anfahrt war Teil der Ausbildung. Auf dem Autohof in Bockenem wurde der Verband durch den Zugtrupp des DLRG Bezirks Braunschweig in Empfang genommen. Nach der Registrierung der Einheiten und Helfer ging es unter Führung eines Lotsenfahrzeugs weiter in Richtung Üfingen (Salzgitter).

Dort angekommen, wurden zunächst die Fahrzeuge und Materialien in den vorgesehenen Bereichen untergebracht. Doch viel Zeit zum Durchatmen blieb nicht: Nach einer kurzen Begrüßung und Einweisung starteten unmittelbar die ersten theoretischen Ausbildungseinheiten.

Von der Theorie direkt in die Praxis

Am Nachmittag hieß es dann: Anpacken!

Auf dem Ausbildungsplan standen unter anderem Zeltaufbau, Werkzeugkunde sowie der sichere Umgang mit Stromerzeugern und Beleuchtung. Dabei ging es nicht nur darum, einzelne Handgriffe zu erlernen. Vielmehr wurde vermittelt, wie Einsatzkräfte und Material im Katastrophenschutz organisiert und eingesetzt werden müssen, damit auch unter schwierigen Bedingungen alles funktioniert.

Zum Abschluss des ersten Ausbildungstages wartete noch eine besondere Herausforderung auf die Teilnehmer. Bei einem gemeinsamen Spiel mussten die Inhalte des Tages noch einmal praktisch angewendet werden – mit viel Spaß, aber auch dem notwendigen Ehrgeiz.

Nach dem Abendessen klang der Tag in geselliger Runde aus. Die Boote wurden zwischenzeitlich noch zu einer Erkundungsfahrt auf dem Stichkanal Üfingen eingesetzt.

Früher Start und intensive Einsatzübung

Am Sonntag begann der Ausbildungstag mit einem frühen, aber sonnigen Frühstück. Bis zum Mittag folgten weitere Ausbildungseinheiten, bevor es an die feldmäßige Verpflegung ging. Die Ausgabe und Verteilung von Essen an eine größere Zahl von Einsatzkräften musste organisiert und praktisch umgesetzt werden.

Doch danach wurde es ernst – zumindest im Rahmen der Übung.

Für eine rund dreistündige Einsatzübung wurden die Teilnehmer in zwei Gruppen aufgeteilt. Das Übungsszenario führte die Einsatzkräfte auf den Stichkanal Üfingen. Dort galt es, Treibgut sowie ein verschollenes Tretboot zu bergen und sicher an Land zu bringen.

Eine besondere Herausforderung stellte dabei das teilweise im Uferbereich und in Gebüschen festgesetzte Treibgut dar. Hier kamen die Strömungsretter zum Einsatz und mussten sich unter realitätsnahen Bedingungen dem Hindernis nähern und die Bergung durchführen.

Doch damit war die Übung noch lange nicht beendet. Zusätzlich wurde das schnelle Absetzen von Strömungsrettern von einem Rettungsboot, die Aufnahme von Personen aus dem Wasser sowie das sichere Zusammenspiel zwischen Bootsbesatzung und Strömungsrettern trainiert.

Parallel dazu absolvierte die zweite Gruppe anspruchsvolle Abseilübungen von einer Brücke über dem offenen Gewässer. Die Strömungsretter wurden dabei zunächst direkt ins Wasser und anschließend in ein bereitstehendes Boot abgeseilt.

Gerade hier zeigte sich, wie wichtig klare Kommunikation und gegenseitiges Vertrauen sind. Jeder Handgriff musste sitzen und Bootsbesatzung und Strömungsretter mussten sich jederzeit aufeinander verlassen können.

Nach der Übung ist vor dem Einsatz

Nach Abschluss der verschiedenen Übungsteile wartete noch einmal jede Menge Arbeit auf die Helfer. Die Boote mussten aus dem Wasser genommen, die Unterkunft gereinigt und sämtliches Material überprüft und gereinigt werden.

Schließlich musste die vollständige Einsatzbereitschaft wiederhergestellt werden – genau so, wie es auch nach einem realen Einsatz erforderlich wäre.

Nach einer gemeinsamen Abschluss- und Nachbesprechung wurden die Urkunden über die erfolgreiche Befähigung zum „Helfer im Katastrophenschutz“ überreicht.

Anschließend hieß es erneut: Fahrzeuge besetzen, Marschordnung herstellen und zurück in Richtung Gittelde. Im geschlossenen Verband ging es auf direktem Weg zurück zum Bereitstellungsraum.

Ein Wochenende, das mehr als Ausbildung war

Nach der Ankunft in Gittelde folgte eine letzte Nachbesprechung. Das Fazit der Teilnehmer fiel eindeutig aus: Das Wochenende war anstrengend, intensiv und vollgepackt mit Ausbildung – aber vor allem erfolgreich.

Denn eines hat dieses Wochenende besonders deutlich gezeigt: Die vier beteiligten Einheiten sind innerhalb kürzester Zeit zu einer gemeinsamen Mannschaft zusammengewachsen.

Viele der Einsatzkräfte hatten zuvor noch nie gemeinsam an einer solchen Übung teilgenommen. Trotzdem funktionierte das Zusammenspiel schnell und zuverlässig. Unterschiede in den örtlichen Abläufen wurden gemeinsam überwunden, Aufgaben wurden übernommen und unterstützt – alle haben an einem Strang gezogen.

Genau das ist es, was eine leistungsfähige Wasserrettung im Katastrophenschutz ausmacht.

Gemeinsam üben, um gemeinsam helfen zu können

Ein besonderer Dank gilt daher allen Helferinnen und Helfern, die bereits im Vorfeld mit viel Engagement an der Planung und Organisation beteiligt waren und dieses Ausbildungswochenende überhaupt erst ermöglicht haben.

Ebenso bedanken wir uns beim Landkreis Göttingen, insbesondere bei der Unteren Katastrophenschutzbehörde und der Straßenverkehrsbehörde, die bei der Vorbereitung und Planung beratend zur Seite standen.

Das Wochenende hat aber auch eine wichtige Erkenntnis gebracht: Solche gemeinsamen Übungen dürfen keine Ausnahme bleiben.

Nur durch regelmäßiges gemeinsames Training lassen sich Abläufe festigen, Schnittstellen zwischen den Einheiten verbessern und die Zusammenarbeit mit bislang unbekannten Kräften sicherstellen. Wenn im Ernstfall Menschen in Not geraten, bleibt keine Zeit, sich erst kennenzulernen.

Dann muss jeder Handgriff sitzen.

Die Wasserrettung des Landkreises Göttingen hat an diesem Wochenende eindrucksvoll gezeigt, dass sie nicht nur auf dem Papier ein leistungsfähiger Fachdienst ist, sondern auch in der Praxis über das notwendige Können, die Einsatzbereitschaft und das leistungsfähige Material verfügt, um im Ernstfall schnell und effektiv zu helfen.

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